Samstag, 2. Juli 2016

Material von Pearson zum Sedlmeier & Renkewitz

Irgendwo im deutschen Pearson Hauptquartier muss sich Folgendes abgespielt haben (anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären):

Motivierter Mitarbeiter A: "Wir sollten zu diesem Statistikbuch ein Online-Zusatzangebot für die Lernenden anbieten, um diese zu unterstützen."

Noch motivierterer Mitarbeiter B: "Oh ja, sowas wie Übungsaufgaben samt Lösungen - das ist gerade beim Thema Statistik sehr hilfreich!"

Vorgesetzter: "Eine ausgezeichnete Idee, das setzen wir doch gleich mal um! Organisiert mal kompetente Leute, die Ahnung von der Materie haben und einen Fragenkatalog samt Lösungen erstellen!
...Ach ja, wäre ganz gut, wenn wir das alles direkt als fertige Dateien bekämen, wir haben gerade nicht die Kapazitäten, um noch Korrektur zu Lesen oder Layouts zu formatieren."

Gesagt, getan - der Auftrag geht raus und landet bei diesen Leuten:


Jedenfalls lassen Inhalt, Dokumentenartwahl und auch dessen Formatierung keine anderen Rückschlüsse zu.

Man kann diese Machwerke als Zusatzmaterial bei Pearson auf der Produktseite des Buches herunterladen.

Als... Präsentationsfolien. Macht ja auch am meisten Sinn.
Zumindest wenn man 4 Atü aufm Kessel hat.

Pro Folie eine Aufgabe oder Lösung. Damit es sich auch richtig lohnt und übersichtlich ist!

Inhaltlich ein buntes Potpourri aus Rechtschreibfehlern, dilettantischer Formatierung und Lücken vom Durchmesser einer Durchschnittsgalaxie.

Ich habe jetzt 2 Tage damit zugebracht, etappenweise und durch Word-Abstürze erheitert den Inhalt aller Folien in 2 PDFs zusammen zu tragen und zumindest die offensichtlichsten Fehler zu korrigieren.
(Wer noch mehr findet, darf sie entweder behalten oder mir ein kurzes Feedback geben.)

Hier könnt Ihr die Früchte meiner Arbeit, meiner geschundenen Nerven und abnormem Kaffeekonsums herunter laden:

Sedlmeier & Renkewitz - Übungsaufgaben
Sedlmeier & Renkewitz - Lösungen

Darüber hinaus habe ich heute auch noch die ersten beiden Kapitel in Statistik für Dummies bearbeitet! YAY ME! :D

Ich bin momentan so e.kel.haft produktiv, hoffentlich bleibt das auch so. ^^

Aber nu erstmal Guts Nächtle und so.

Ach ja... lieber Pearson Verlag...:


Freitag, 1. Juli 2016

Litera(tor)tur

Literatortur = Die Tortur beim Recherchieren und Bearbeiten von Literatur (ein Neologismus meinerseits).

Und nein, es geht gerade nicht um fachwissenschaftliche Artikel im Rahmen des Studiums - es geht um die schnöde Pflichtliteratur für das Modul M1.

Aber beginnen wir dort, wo man beginnen sollte: Am Anfang!

Das erste Modul im Studienportal trägt den klangvollen Namen
"Modul 1: Einführung in die Psychologie, ihre Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens"

In der Modulbeschreibung finden wir auch schon die Liste der Pflichtliteratur:

Gerrig, R.J. (2015). Psychologie (20., aktualisierte Aufl.). München: Pearson.

Hussy, W., Schreier, M., & Echterhoff, G. (2013). Forschungsmethoden in Psychologie und Sozialwissenschaften (2., überarbeitete Auflage). Heidelberg: Springer Verlag.

Sedlmeier, P. & Renkewitz, F. (2013). Forschungsmethoden und Statistik: Ein Lehrbuch für Psychologen und Sozialwissenschaftler (2. überarbeitete und erweiterte Auflage). München: Pearson.

Drei Bücher. Für ein Modul. Happig - aber okay.

Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie kommt man als Student, der eh schon am finanziellen Existenzminimum lebt, an diese Bücher?

Gut, die meisten Fernstudenten absolvieren ihre akademische Karriere neben ihrer beruflichen Tätigkeit, da kann man als Hochschule schon davon ausgehen, dass die Lernenden ihre Literatur auch käuflich erwerben können.

Schauen wir uns mal an, was die Literatur für diesen Kurs im Gesamten kostet:

Der Hussy
Dieses Buch kostet "humane" 30€, was bei nur ~318 Seiten dennoch ordentlich ist.

Der Gerrig
Dieses handliche Büchlein mit ~848 Seiten hat 2 Vorteile: 1.Viel Grundwissen und 2. kann man bei Bedarf auch seine Feinde damit erschlagen. Also mit dem Buch.
Kostenfaktor: 50€
(was im Gegensatz zur vorigen Auflage, die 80€ kostete, nahezu ein Schnäppchen ist!)

Der Sedlmeier
Noch so ein Schinken mit ~960 Seiten. Die gleichen Vorteile wie der Gerrig. Kleine Menschen wie ich können nach dem Kauf getrost ihre Haushalts-Stehleiterchen einmotten - Sedlmeier sei Dank!
Auch dieses Ungetüm kostet schmale 50€.

Gut. Das macht nach Adam Riese 130€ für Bücher....wenn man sie kauft. ;)

Aber ein Hoch auf Campuslizenzen!

Bei Springerlink bekommen Studenten der Fernuni bequem die erforderlichen Lehrbücher im praktischen PDF-Format - perfekt! Ersparnis: 30€

Nun zu den beiden Pearson-Wälzern.
Jaaaaa, es gibt eine Campuslizenz. Jaaaaa, man kann also theoretisch mit seinem Uniaccount diese Machwerke beziehen.

Denkste.

Man darf als FU Hagen-Student die Bücher bei Pearson "Online Lesen". Aber auch nicht mehr als 3 Leute gleichzeitig - der Rest ist halt schlicht und ergreifend in den A... gekniffen.
Man kann immer nur eine Seite ansehen.
Man kann nix kopieren/editieren.
Man kann nix vernünftig ausdrucken.
Nicht einmal Screenshots lassen sich in einer dem Betrachter erträglichen Art und Weise erstellen.

Das ist kein Vorwurf an die Fernuni sondern an den Verlag. Ein solches "Angebot" für Campuslizenzen ist doch nur reine Abzocke weil die Studenten schnell rumfrusten und sich dann doch die Printausgabe im Handel kaufen.

Nunja, ich schweife ab.

Den Gerrig habe ich von einer lieben Kommilitonin bekommen, also entfielen wieder 50€!
Schwein gehabt.

Nun zum Sedlmeier... das olle Drecksbuch.

Die Tiefen des Internets wollten ihn einfach nicht ausspucken. Keine Chance.
Also beschloss ich, in den sauren Apfel zu beißen und dem Drachen mit Schwiegermutterkontrollqualitäten (a.k.a. Pearson) 40€ für die digitale Form des Buches in den Rachen zu werfen.

Bei den Asen, was für ein riesiger Haufen Puhpuh ist das denn bitte?!

Man kann die PDF im Urzustand ausschließlich in Adobe Digital Editions lesen - DRM lässt grüßen.
Dazu steht unten auf jeder einzelnen Seite "Persönliches Exemplar von Frau [Offensichtlich MeinName] vom 30.06.2016 Lesen & Drucken".
Ohoo, immerhin kann ich Drucken.

Ohne Adobe ID (welche man sich im Vorfeld einrichten muss), kann man das Buch dann auch nur auf dem Gerät lesen, auf welchem es auch heruntergeladen wurde. Übertrag- bzw. woanders hin rüberkopierbar ist es nämlich nicht.

Und für so einen Bockmist kassieren die 40 Öcken.


Gut, dass ich Mad Computer Skillz™ habe.
Sein Widerrufsrecht tritt man nämlich bereits beim Kauf ab. Kein Witz.

Aber yay - nur 40€ von 130€ bezahlt!

Es hätte schlimmer kommen können - viiiiiiel schlimmer.


Das war's für heute. ^^

Mittwoch, 29. Juni 2016

Meine lange und doch irgendwie kurze Studentenkarriere

So, liebe Kinder, setzt euch alle hin und lest, wie man sein Studium mit Sicherheit gegen die Wand fährt.
(Holt euch lieber Snacks, es könnte dauern. Oder auch nicht.)


Damit es nicht so eine Wall of Text wird, ein paar passende bunte und bewegte Bildchen, damit ihr nicht einschlaft. ;)


Es begab sich zu einer Zeit - im Jahre 2010 - als einem kleinen Sushi die Welt offen stand.

Sie hatte ihr Einser-Abi auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und wollte unbedingt in Bielefeld studieren. Also bewarb sie sich für 3 Studiengänge: Biologie, Biologie fachwissenschaftlich und Psychologie.
Auf die unglaublich interessante Welt der Psychologie stieß sie tatsächlich erst als Fach im Abendgymnasium - und war begeistert. Und nach 15 Punkten in der mündlichen Abiprüfung wusste sie: "Ja, das will ich studieren!"

Dank des wunderbaren Abiturzeugnisses wurde sie für alle 3 Studiengänge zugelassen und selbstverfreilich entschied sie sich für die wunderbare Welt der Psychologie.

So viel Interessantes zu Lernen! Das wird so super!!!


Ja. Und dann ging es los.

Mit funkelnden Augen und voller Tatendrang fand sie sich mit all ihren KommilitonInnen in der Uni ein und war erstaunt, wie normal diese alle doch waren.
Nach einem Kennenlern-Wochenende in einer... nennen wir sie "alternative Begegnungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeit" waren alle beste Freunde.
Okay, vielleicht auch nicht aber naja, es war dennoch ganz cool - nur dass Klein-Sushi von der veganen Kost dort megakrank wurde.

(Nix gegen veganes Essen, ich esse es gern aber das war irgendwie... komisch. Fast nur Rohkost, das machte meine damals noch super robuste Verdauung dennoch nicht mit.
Also musste ich am zweiten Tag nach Hause. :/)

Nichtsdestotrotz war ihre Begeisterung ungebrochen!

Kurz darauf gingen die Vorlesungen los, und das Unglück nahm seinen Lauf.

Zwei Mal die Woche hatte sie Vorlesungen von 8 bis 18 Uhr, die restlichen 3 Tage von 8 bis 16 Uhr - was für sie eine unglaubliche Tortur war.
Es waren zuerst nicht die Vorlesungen an sich, welche so belastend waren, sondern der Umstand, dass sie morgens und abends jeweils noch fast 2 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs war, um zwischen der Uni und der gemeinsamen Wohnung mit ihrem damaligen Freund zu pendeln.

Nach ein paar Wochen/Monaten wurde diese halbe Weltreise immer schwieriger für sie, denn sie kam in manchen Fächern nur holprig beim Lernstoff mit und die toxische bzw. anstrengende Beziehung mit dem Freund tat ihr Übriges - Depression und Vermeidung im Reinformat waren die Folge.


So begann der eiernde Teufelskreis: Sushi ging immer seltener zur Uni, was dazu führte, dass sie immer mehr den Anschluss an die Vorlesungen und KommilitonInnen verlor und aus Angst, dumm da zu stehen und Fragen nach ihrem Verbleib aus dem Weg zu gehen, ging sie noch weniger hin.

Nach einem Umzug nach Bielefeld war sie zeitweise zwar öfter in der Uni, dennoch setzte sich das bekannte Muster weiter fort. Sie schrieb zwar manche ihrer Klausuren und Seminararbeiten, schob aber auch etliche Verpflichtungen vor sich her. Vor allem Statistik, welches für sie ein Buch mit sieben Siegeln wurde und sie entwickelte die Annahme, dass dieses Fach in den tiefsten Kreisen der Hölle ersonnen wurde, nur um sie zur Verzweiflung zu treiben.

Zum Glück entschied sie sich für eine Langzeittherapie, welche zwar ihre akademischen Probleme nicht löste, ihr aber langfristig emotional enorm half.

Die Beziehung wurde immer komplizierter und Sushi wusste langsam nicht mehr, wo ihr der Kopf stand.
Zu allem Überfluss lief auch noch ihr Studienmodell aus, so dass sie zusätzlich unter Druck stand, entweder fertig zu werden oder sich für das neue Studienmodell neu zu bewerben. Ohne Vorzug.
Bei ihrer Durchschnittsnote von 2,8 wäre das unglaublich schwierig geworden, zumal der doppelte Abiturjahrgang die Uni eh schon überrannte und der NC in Psychologie in ungeahnte Höhen schoss.
Dazu entfiel die zum Anfang des Studiums gegebene Versicherung, dass jeder Bachelor auch automatisch einen Masterplatz bekäme. Brillant.



Also entschloss das kleine Sushi sich, in die Heimat zurück zu ziehen und von dort aus ihr Studium an der Fernuni Hagen abzuschließen.

Zu dumm dass die Beziehung zu ihrem Freund aus heiterem Himmel in die Brüche ging und Hagen just in dem Semester den Einschreibestopp für Psychos verhängte.

Sushis Gefühlswelt schwankte zwischen

und

Womit wir nun im Jetzt wären.

Der Einschreibungsstopp ist aufgehoben, Sushi ist eingeschrieben und geht nun realistischer, entschlossener und motivierter an die Sache heran.

YAAAAAAAAAAY

Euer Popcorn dürfte nun alle sein, also schließen wir diese tragische Geschichte nun ab mit einem fröhlichen und ungeduldigen: BIS BALD!!!

Dienstag, 28. Juni 2016

Immatrikulation: Check.

So, nu ist es offiziell: Ich bin jetzt so richtig feste als Studentin an der FernUni Hagen eingeschrieben!


FUCK YEAH!


(excuse my French.)

Mit der Ankunft meiner Immatrikulationsbescheinigung gingen auch gleich die Panikkäufe und die Organisationswut los.

Da Statistik mein absolutes Hassfach ist, habe ich mir jetzt tatsächlich 2 Bücher dazu zugelegt:

und

Beim Durchblättern habe ich schon festgestellt, dass beide recht gut geschrieben zu sein scheinen, allerdings glaube ich, dass da bei Weitem nicht alles drin enthalten ist, was ich brauchen werde.
(Erfahrungen und Erinnerungen aus meinem bisherigen Studium - aber mehr dazu im nächsten Post.)

Aber in erster Linie habe ich sie mir auch nur besorgt, um mir jetzt im Laufe des Sommers schon ein solides Grundwissen anzueignen, so dass während der Kursphase dann keine Panik aufkommt.
Die Zeit nehme ich mir!

Ich werde dieses Kackfach Lieben lernen! Uargh!

2 von 3 Büchern der Pflichtliteraturliste habe ich auch schon, dank Campuslizenz meiner alten Uni und einer lieben Kommilitonin von Facebook!

So, liebe Kinder, das war's mit einem äußerst chaotischen Post zur aktuellen Situation - der nächste wird hoffentlich etwas lesbarer.
Dann gebe ich nämlich mal einen kurzen Abriss über mein bisheriges Studium.

Freitag, 17. Juni 2016

Warum dieser Blog?

Ja. Öh. Hallo!

Willkommen in/auf meinem bescheidenen kleinen Blog!

Hier werde ich in Zukunft meine Gedanken, Freuden, Frustrationen und Panikattacken schriftlich festhalten.

Aber warum öffentlich?
Ganz einfach: Ich möchte meine Erfahrungen mit dem Fernstudium mit anderen interessierten Leuten teilen, welche in den Untiefen des Internets nach Informationen und Erfahrungsberichten zum Studium an der Fernuni Hagen suchen. Speziell in Sachen B.Sc. (und hoffentlich dann auch M.Sc.) Psychologie.

Ich habe genau dieses nämlich getan und nur einen Blog gefunden, der mir zumindest einen kleinen Einblick in die Anforderungen eines Fernstudiums gewähren konnte.
Die Autorin schreibt schön kurzweilig und ich lese ihren Blog auch super gerne, also hopp hopp, geht mal gucken >> Pallas Blog
(keine Sorge, Ihr müsst meinen Blog dafür nicht verlassen - der Link öffnet sich in einem neuen Tab! Wunder der Technik... ;) )

ADDENDUM:

Okay, vielleicht gibt es auch ein paar mehr Blogs dazu. Sogar bei den Psychos! Gerade gefunden... Scheiße, die sind ja mal elends besser als alles, was ich für diesen Blog geplant habe!!

Schlampige Recherchearbeit meinerseits, mea culpa und isch schäme misch. :/

Egal, ich wupp das Ding jetzt trotzdem because why the fuck not.